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Fremde Welt!

06.04. – 10.04.2025 5 Projekte + 10 Aktivitäten

Was ist uns fremd?

Jugendliche aus Lohfelden und Kassel machten sich Gedanken darüber, was ihnen fremd ist. Da die meisten von ihnen nicht in Deutschland geboren sind, teilweise sogar erst 6 Monate hier leben, haben sie ihre Kulturen und Traditionen des Heimatlandes noch sehr lebendig vor Augen, so dass die Unterschiede zu Deutschland teilweise auch als fremd bezeichnet wurden. Fremd sein können die Gerüche eines Landes, das Essen, die Gewürze, die Sprache, der Kleidungsstil, die Farben, die Kultur und Tradition, die Religion, der Häuserbaustil und vieles mehr.

Sarita erzählt

Im Interview lernten die Jugendlichen Sarita aus Indien kennen. Sie ist mit ihrer Familie vor 3 Jahren aufgrund der Arbeit des Mannes nach Deutschland gekommen. In Indien gründete sie einen Kindergarten, den sie heute von Deutschland leitet. Sie plant den Lehr- und Ablaufplan und sucht die Mitarbeitenden aus, die nun ihre Geschäfte in Verantwortung vor Ort übernehmen.

Meine Elterngespräche führe ich online, das geht super und bringt mir viel Freude.

Angekommen im Rathaus

30 Jahre Integration

Die Leiterin des Amtes für Chancengleichheit, Teslihan Ayalp, kam vor 30 Jahren mit ihrem Vater und einer Schwester nach Kassel. Sie hat alle wichtigen Integrationsschritte selbst erlebt und kümmert sich deshalb besonders einfühlsam um dieses Thema. Sie weiss, wie schwer es ist, als Jugendliche ohne Deutschkenntnisse anzukommen, die Heimat und sogar den vertrauten Geschmack von Obst zu vermissen - zumal es damals noch keine Läden oder Restaurants gab, die an Zuhause erinnerten.

Als ich das Bild von Arya Atti sah, musste ich es kaufen. Die Farben erinnern mich an meine Kindheit.

Jedes Bild hat eine Geschichte

Die Kasseler Künstlerin Arya Atti lud uns in ihr Atelier in das Hugenottenhaus in Kassel ein. Es ist bewundernswert, welche Kunst sie macht. Und sie hat der Gruppe viel über sich erzählt, denn jedes Bild hat etwas mit ihr zu tun. Es gab eine Einführung in die verschiedenen Kunststile und Techniken. Im Anschluss konnte jeder einzelne kreativ werden und malen.

Musik als Trost

Empathisch zeigte sich der syrische Pianist Aeham Ahmad im Austausch mit den Jugendlichen bei einer Tasse Kaffee im heimischen Wohnzimmer. Er konnte mit den Fluchterlebnissen der geflüchteten Jugendlichen mitfühlen und berichtete selbst über seine Motivation, im X mit dem Klavier zu spielen. Ein besonderer Moment war für alle, als er mit seinem blinden Vater an der Geige ein gefühlvolles Duett für uns spielte.

Wenn ich mit meinem Auto durch die Landschaft hier fahre, weiß ich, warum Bach seine Musik so komponiert hat.

Den Märchen auf der Spur

Bei dem Besuch der Grimm Welt in Kassel wurde es den einzelnen bewusst, dass die Märchen der Brüder Grimm weltweit in unterschiedlichen Sprachen gelesen werden.

Sprache ist das A und O

Für alle Teilnehmenden steht fest: Sprache ist das A und O. Die Bedeutsamkeit der Sprache und die Freude, mit Sprache und Buchstaben zu spielen konnte erlebtet werden. Das war ebenso ein Highlight wie das Knusperhäuschen und der Spiegel, der uns verriet: "Ja, Du bist schön, wow, bist Du schön!"

Lichtwelten zu Animation

Die Licht-Welten von Alexej Tchernyi in der Sonderausstellung zum 10-jährigen Bestehen der Grimmwelt waren ein interaktives Highlight.

Das Papier in Bewegung

Inspiriert von unserem Ausflug gestalteten die Jugendlichen eigene Stop Motion Projekte, in denen Sie mit dem Titel "Fremde Welt" visuell spielten. Die Ergebnisse wurden anschließend zu einem gemeinsamen Videoloop zusammengeschnitten.